Auch wenn überall große und kleine Inseln im Wasser zu sehen sind: Anegada sehen Sie erst dann, wenn Ihr Boot schon fast den Strand berührt. Als einzige BVI Insel ist sie eine Korallen-Jungfer und völlig platt. Viele Genießer behaupten, dass man nirgends sonst auf der Welt solch guten Lobster speisen kann.
Anegada „damals“
Wieder ist Columbus verantwortlich für die Namensgebung der Insel – nicht überraschend ist die Übersetzung für Anegada mit „das versunkene Land“. Scheinbar versunken ist die Insel, oft tragisch waren die tatsächlichen Unglücke von Schiffen aller Art, die vor Anegada sanken und heute den Wracktauchern eine Herausforderung bieten. Untiefen und Korallenriffe, Navigationsfehler und das Unterschätzen der Strömung sind verantwortlich für rund 300 Schiffe auf dem Meeresboden.
Anegada heute
Sie erreichen Anegada in wenigen Minuten mit dem Flugzeug, allerdings nur bei Tageslicht! Fähr-Schiffe von Tortola oder Virgin Gorda aus verkehren nur recht selten, Sie sollten sich vor einem Besuch genau nach Daten und Zeiten erkundigen. Auch bei Anfahrt mit dem eigenen Schiff ist Vorsicht geboten, für Durchfahrt durch die Riffe sollten Sie erfahrene Segler, guten Karten oder sogar einem Lotsen mit an Bord haben. Einmal am sicheren Ankerplatz angekommen, haben Sie sich Ihren Feierabend-Painkiller wirklich verdient.
Lebensraum Anegada
260 Menschen teilen sich Anegada mit wilden Flamingos und Fischadlern, seltenen Steinleguanen und wilden Ziegen. Die Regierung hat den größten Teil der Insel zum Nationalpark erklärt, um den seltenen Lebensraum zu erhalten. Urlauber sind aber gerne gesehen, Tourismus ist neben dem Fischfang die Haupteinnahmequelle der Bewohner. Es gibt ein kleines Hotel und einige Cottages zu mieten. Ein Lebensmittelladen und kleine Restaurants sorgen für die Verpflegung, für ein Abendessen mit fangfrischem Lobster sollten Sie auf jeden Fall einen Tisch reservieren.

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